Zum Semesterbeginn am 1. April gehen die Hoffbauer-Stiftung als Trägerin der Hochschule Clara Hoffbauer und die HSD Hochschule Döpfer eine akademische Partnerschaft ein. Die Kooperation der beiden Hochschulträger steigert die Attraktivität der Bildungsangebote in Gesundheits- und Sozialberufen auf der Insel Hermannswerder und baut die Vielfalt in der Bildungslandschaft Brandenburgs aus, denn die HSD bringt weitere Bachelor- und Masterstudiengänge mit.

Die demographische Entwicklung führt zum Rückgang von Studierenden in Deutschland. An kleinen Einrichtungen wie der Hochschule Clara Hoffbauer Potsdam (HCHP) ist dieser Rückgang deutlich zu spüren. Daher hat sich die Hoffbauer-Stiftung in Abstimmung mit dem Wissenschaftsministerium dazu entschieden, mit einem erfahrenen Bildungspartner zu kooperieren.

Seit 2011 bietet die HCHP duale Studiengänge in Sozialer Arbeit mit den in Deutschland einmaligen pädagogischen Schwerpunkten Musik, Sprache, Tanz und Bewegung sowie Medien an. Die Voraussetzungen zur Fortsetzung des etablierten Studienangebots sind durch die Kooperation mit der Hochschule Döpfer gegeben. Die Döpfer-Gruppe ist deutschlandweit aktiv, bringt 30 Jahre Erfahrung mit und ist bereits in Potsdam vertreten.

„Mit der Gründung der Hochschule Clara Hoffbauer bzw. deren Vorgängerin, der Hoffbauer Berufsakademie, verfolgten wir das Ziel, den eigenen Nachwuchs an Fachkräften auszubilden. Der Bedarf ist heute größer denn je. Deshalb freuen wir uns, mit einem erfahrenen Partner die Arbeit fortzuführen. Mit einem breiteren Portfolio an Studiengängen, einer höheren Auslastung und Perspektiven für die weitere Entwicklung der Studienangebote gemeinsam mit der HSD sehen wir gute Aussichten für die Sicherung der Fachkräfte-Ausbildung und Attraktivität der Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen“, erläutert Frank Hohn, Vorstandvorsitzender der Hoffbauer-Stiftung, die Beweggründe für die Zusammenarbeit.

Den Studierenden auf der Insel Hermannswerder wird angeboten, ihr Studium fortzusetzen. Studiengebühr, Studienort und Studieninhalte bleiben gleich. Die HSD verfolgt ähnliche Studienkonzepte, bei denen der Theorie-Praxis-Transfer besonders wichtig ist. Studieren mit einer individuellen Betreuung zählt zu den Vorteilen. Die derzeit an der HCHP Studierenden können ihr Studium nahtlos am Standort Hermannswerder fortführen, die gewohnten Räume und Ausstattung nutzen. Ansprechpartner für Studierende ist HSD Studiendekan Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz.

Eine Party von und mit allen, barrierefrei und unabhängig von Beeinträchtigungen jeglicher Art: Das war die Inklusionsparty "Selber Normal" am 1. März im Waschhaus Potsdam. Bereits zum zweiten Mal luden die Hoffbauer-Stiftung und das Waschhaus Potsdam zur Inklusionsparty ein. Trotz des Streiks der öffentlichen Verkehrsmittel waren immerhin rund 200 Gäste gekommen.
„Ich habe schön geschwitzt unter den Bühnenlichtern und mich sehr gefreut, viele glückliche Gesichter von Menschen zu sehen. […] Danke, danke, danke: für eure Arbeit und Haltung zur Inklusion auf und vor der Bühne!“, schwärmte eines der Bandmitglieder von Mendecino.
Bereits vor Einlass warteten die ersten Besucher*innen vor der Tür und freuten sich sichtlich aufs gemeinsame Feiern, Tanzen und Singen. Los ging es ab 19 Uhr auf dem Dancefloor mit DJ Vallone, ab 20 Uhr startete das Live-Programm auf der Bühne mit Musik der Bands – neben Mendecino zählten dazu Jacke wie Hose, thorsten und Alles Gut. Die inklusive Band Mendecino sorgte gleich zu Anfang mit deutschsprachiger Pop- und Schlagermusik für tolle Stimmung und animierte zum Mitsingen und Mittanzen. Die zweite inklusive Band Jacke wie Hose spielte eigene Rock- und Punk-Musik mit deutschen Texten und rockte die Bühne. Von unserer Hochschule traten die beiden Bands thorsten und Alles Gut auf. Die vier Mitglieder von thorsten spielten sowohl Cover- als auch eigene Songs mit einem Indie-Pop-Sound. Alles Gut, bestehend aus vier Musikpädagogikstudenten, spielten ebenfalls Coversongs. Die Schüler*innen der Beruflichen Schulen Hermannswerder versorgten die Gäste mit bunten Fruchtsäften.

Das nächste inklusive Festival – das Akzeptanzfestival im Rahmen der Potsdamer Inklusionstage – findet am 10. und 11. Mai im Waschhaus in Potsdam statt.

Dass Musik erfinden ein wichtiger Bestandteil musikalischen Lernens sein sollte, ist ein musikpädagogischer Allgemeinplatz, der keiner weiteren Legitimation mehr bedarf. Die Rahmenpläne und Abituraufgaben der einzelnen Bundesländer stellen Musik erfinden daher schon seit langem in den Fokus musikalischer Lehr-Lern-Prozesse. Gleiches sollte zweifellos für die musikpädagogischen Seminare unserer Hochschulen und Universitäten gelten.
Lenkt man den Blick nun weg von allgemeinbildender Schule hin zu Musikpädagogik in Sozialer Arbeit und Kindheitspädagogik, stellt sich die Frage: Ist das Erfinden von Musik nicht gerade hier die zentrale Methode von Musikpädagogik und Musikvermittlung?
Die im vorliegenden Aufsatz "Songwriting mit Schülern" dargelegten musikpädagogischen Überlegungen lassen sich als Blaupause für Musik in der Sozialen Arbeit und in der Kindheitspädagogik lesen: Der kreative Selbstausdruck mittels selbst erschaffener Musik (egal ob Hip-Hop-Track, Popsong oder Improvisation) fördert Selbstwirksamkeit, Eigenständigkeit und Empowerment der Adressat*innen, mit denen unsere Studierenden im Dualen Studium arbeiten. Ob ein Song dabei am Klavier oder in einer Musizier-App entsteht, ist zweitrangig. Grundlegend sind musikpädagogische Niederschwelligkeit und Barrierefreiheit. Denn musikalische Angebote in sozial- und kindheitspädagogischen Kontexten zielen nicht auf Virtuosität und hohe Kunst, sondern auf Partizipation, kulturelle Teilhabe und Inklusion. An der Hochschule Clara Hoffbauer Potsdam lernen dual Studierende der Sozialen Arbeit und der Kindheitspädagogik deshalb nicht nur die verschiedensten Facetten Elementarer Musikpädagogik kennen, sondern erarbeiten sich selbstbestimmt und explorativ musikpraktische Fähigkeiten mit Blick auf Songwriting und digitale Musikproduktion.

Koch, Jan-Peter (2017). Songwriting mit Schülern. In J.-P. Koch, K. Schilling-Sandvoß (Hrsg). Lehrer als Künstler (S.210-222). Aachen Shaker-Verlag.

Der gesamte Aufsatz ist hier verfügbar.

Bereits zum dritten Mal findet die zertifizierte Weiterbildung zum Freien Erzählen im pädagogischen und künstlerischen Kontext statt.
An 16 Samstagen jeweils von 10 bis 17 Uhr bilden sich die  Teilnehmer*innen im freien Nacherzählen von Geschichten fort. Zusätzlich werden ihnen Einzel-Coachings angeboten. Atem- und Stimmarbeit, Gesang und Bewegung sind Teil des Curriculums.
Unter der Leitung erfahrener und qualifizierter Erzähl- und Theaterpädagog*innen erarbeiten sich die Teilnehmer*innen umfangreiches Repertoire aus den Volksmärchen der Welt, biblischen Geschichten, Mythen der Antike sowie biografischen Stoffen. Sie lernen, eine Geschichte dramaturgisch zu erfassen, eine bildhafte und poetische Sprache für die eigenen Bilder zu finden, mit und ohne Material zu erzählen und musikalische Elemente einzubeziehen.

Dozentinnen: Silvia Freund, Soogi Kang, Nicola Knappe, Christine Lander, Maria Carmela Marinelli, Prof. Kristin Wardetzky
Leitung: Suse Weisse
Termine 2024: 04.05./08.06./06.07./07.09./05.10./23.11./14.12.
              2025: 11.01./15.02./08.03./05.04./10.05./07.06./12.07./13.09./11.10./12.10.
Kosten: 1.480 € (Ratenzahlung möglich)
Teilnehmer*innenzahl: 12
Anmeldung und Kontakt: Suse Weisse | s.weisse@hchp.de | 0176 4826 3476

Die Initiative Bildung und digitaler Kapitalismus mit ihrem Sprecher, Prof. Dr. Valentin Dander, leistet mit ihrem Positionspapier einen Beitrag, um digital-kapitalistische Formationsprozesse in kritischer Perspektive zu thematisieren und gleichzeitig alternative, nachhaltige Entwicklungspfade in wissenschaftlichen Kontexten, pädagogischen Handlungsfeldern und bildungspolitischen Öffentlichkeiten zu fördern. Hierzu gehört wesentlich, den aktiven, selbstbewussten und kompetenten Umgang mit digitalen und anderen Medientechnologien im Kontext eines umfassenden Verständnisses von Bildung und Medienbildung zu unterstützen. Für die Medienpädagogik und verschiedene Kontexte der Bildungsarbeit wie der Sozialen Arbeit werden diese Fragen zusehends virulent - sowohl im Umgang mit digitalen Infrastrukturen als auch als Gegenstand der Auseinandersetzung, etwa in der Medienpädagogik.

Im Positionspapier der Initiative Bildung und digitaler Kapitalismus werden zunächst grundlegende Positionen zum Verhältnis von Kapitalismus und digitalen Technologien beschrieben und kritisch betrachtet. Danach skizziert das Papier das Verhältnis von Bildung und digitalem Kapitalismus auf vier Ebenen: Begriffe, Subjekte und Ziele von Bildung; bildungspolitische Programmatiken; digitale Infrastrukturen der Bildung; Didaktiken und Bildungsmaterialien.

Initiative Bildung und digitaler Kapitalismus (Mai 2023): Bildung und digitaler Kapitalismus - ein Positionspapier, veröffentlicht unter einer CC BY 4.0 Lizenz auf https://bildung-und-digitaler-kapitalismus.de/positionspapier/

Die Anfrage, auf die der Text "Außerschulische Medienbildung in ländlichen Räumen - konkrete Utopien" zu antworten versucht, lautete, mit Blick auf ländliche Raume in der Brandenburger Fläche, die Situation und Einstellungen pädagogischer Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit in der außerschulischen Medienbildung im Nachgang der COVID-19-Pandemie einzuordnen und über mögliche Zukünfte zu spekulieren. Die Pandemie rückt hierbei in den Hintergrund. Stattdessen werden grundlegende Fragen der Relevanz ländlicher Räume für die medienpädagogische Arbeit und für die Jugendarbeit in ländlichen Räumen aufgeworfen und bearbeitet; wie auch natürlich umgekehrt: die Relevanz der Medienpädagogik für diese ländlichen Räume.
In der Broschüre zum Programm jumblr - Jugendmedienbildung im ländlichen Raum des Landesfachverbands Medienbildung Brandenburg e.V. werden darüber hinaus zahlreiche weitere "Denkanstöße für die Medienbildung in ländlichen Räumen" gegeben - in Form von Denkanstößen zum Thema und anhand von konkreten Projektbeispielen.

Dander, V. (2023). Außerschulische Medienbildung in ländlichen Räumen - Konkrete Utopien. In Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e. V. (Hrsg.), Jumblr[JIM]-Dialog 01. Denkanstöße für die Medienbildung in ländlichen Räumen (S. 26–35). Landesfachverband Medienbildung Brandenburg.

Die Broschüre mit diesem Beitrag ist hier verfügbar.

Was hat kindliches Sich-Bewegen mit Bildung zu tun? Wie wird es in den Bildungsplänen der Bundesländer für bildungsrelevant erklärt? In diesem Beitrag untersuchen wir, wie kindliches Sich-Bewegen in den Bildungsplänen als Gegenstand kindheitspädagogischen Handelns dargestellt wird. Anlass für diese Forschung ist, dass der Bereich Bewegung, Spiel und Sport in der Kindheitspädagogik durch zwei Entwicklungen neue Bedeutung bekommen hat: Zum einen steigt die Inanspruchnahme von Ganztagsbetreuung, weshalb Bewegung im Kindesalter großenteils in der Kindertagesbetreuung stattfindet und dort als institutionelles Angebot gestaltet wird. Zum anderen wird kindliches Sich-Bewegen in der Kita seit Einführung der Bildungspläne der Bundesländer zu einem bildungsrelevanten Geschehen erklärt. Das wird im Beitrag auch vor dem Hintergrund aktueller Befunde des Kindheitsforschung interpretiert.

Abeck, Ina-Marie, Meyer, Rudolph, & Saborowski, Maxine (2022): „Thematisierungen kindlichen Sich-Bewegens in den Bildungsplänen der Bundesländer für die frühkindliche Bildung“. In: Schwier, J., Seyda, M. (Hg.): Bewegung, Spiel und Sport im Kindesalter. Bielefeld: transcript, S. 65-76.

Der Sammelband mit diesem Beitrag ist hier verfügbar.

Auf unserem schönen Campus und bei sonnigem Wetter fand Anfang Juli das Sommerfest der HCHP statt. Gleich mehrere Bands aus dem Musikpädagogikstudiengang traten auf, Bewegungsstudent*innen tanzten, zwei Studentinnen des Sprachpädagogikstudiengangs führten ein Theaterstück auf und unsere angehenden Medienpädagog*innen präsentierten u. a. verschiedene Video- und Audioarbeiten.

Die Bands des Musikpädagogikstudiengangs "Eine Band gegen unsere Zeit", "Electric Flash" und "Jupiter Orange" unterhielten unsere Gäste mit ihren mitreißenden Live-Auftritten. Neben Einflüssen aus den 80ern, 90ern und 2000, lieferten sie auch Mischungen aus Techno und House.

Aus dem Studiengang Medienpädagogik wurden eine Dokumentation über ein ehemaliges Mitglied einer Jugendgang, ein Film über die krisenhafte Biografie eines jungen Mannes und ein Horrorhörspiel präsentiert. Zudem wurden Tanz- und Musikvideos aus den anderen Studiengängen gezeigt. In der Gaming Zone konnten die Gäste des Sommerfestes Erfahrungen mit einer Virtual Reality-Brille machen oder auch einfach auf der Switch über den Projektor Super Smash Bros zocken.

Bewegungspädagogikstudent*innen zeigten tänzerische Beiträge, choreografische Bilder und Performances rund um die Themen Identität und gesellschaftliche Normativität.

Zwei Studen*innen des Studiengangs Sprachpädagogik zeigten "Tigermilch" - ein Stück über das Erwachsenwerden, sehr frei nach der Spielfassung von Catharina Fillers. Im temporeichen Wechsel zwischen Bild und Szene erzählten und zeigten Lilith Janssen und Ricarda Moreira eine coming of age-Geschichte, die an jeder Ecke durch unerwartete Wendungen und Tabubrüche überrascht.

Am 8. und 9. Dezember 2022 fand ein gemeinsamer Workshop von Studierenden der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und unserer Hochschule zum Thema „Sozialpädagogische Aufgaben und Dilemmata der Arbeit mit Geflüchteten - Herausforderungen in einer postmigrantischen Gesellschaft“ statt. Studierende und Lehrende beider Hochschulen widmeten sich in Vorträgen und Arbeitsgruppen aktuellen Fragestellungen. Begleitet wurde die Würzburger Gruppe von Prof. Dr. Ronald Lutz. Unter den Vortragenden waren Prof.in Dr.in Ulrike Brizay, Kath. Fachhochschule Berlin, Tobias Lehmeier, Referent der Bundesarbeitsgemeinschaft Ausstieg zum Einstieg e.V. und Jakob Klingemann, Absolvent der HCHP. Marvin Metzler, ebenfalls Absolvent der HCHP, bot einen Workshop zur musikalischen Arbeit mit Geflüchteten an. Das arbeitsintensive Treffen erbrachte wichtige Erkenntnisse für die Arbeit mit geflüchteten Menschen für alle Teilnehmenden. Weitere Arbeitstreffen im Rahmen der Kooperation beider Hochschulen sind angedacht.

Am 18. und 19. November 2022 war die deutschsprachige Medienpädagogik-Community an der FHCHP zu Gast: Das 39. Forum Kommunikationskultur wurde von der Gesellschaft für Medienpädagogik Kommunikationskultur, die GMK, ausgerichtet und etwa 150 Personen folgten der Einladung. In Inputs, auf Themeninseln, in Workshops und im abschließenden Barcamp wurde das Motto durchdekliniert und theoretisch wie praktisch diskutiert: "Mit Medienbildung die Welt retten?!" Auch die FHCHP war mit ihrem Fachbereich Medienbildung und pädagogische Medienarbeit als Kooperationspartnerin sowie auf dem Begrüßungspodium und mit einem Workshop zum digitalen Kapitalismus vertreten. Ein Impressionsvideo zur Veranstaltung wurde bereits zum Tagungsabschluss präsentiert.

Die Tagungsdokumentation in Form von Videos, Zeichnungen, Workshop-Materialien und -Berichten geht demnächst online unter: https://www.gmk-net.de/veranstaltungen/39-forum-kommunikationskultur-2022/.

 

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